Ich bin derzeit ein bisschen mit dem Schreiben hintennach, denn ich habe sehr viel Zeit in den Tea-Party-Artikel investiert.
Hier fasse ich jetzt einfach einmal Montag, Dienstag und Mittwoch zusammen (am Sonntag war nichts Besonderes los).
An unserer Schule ist es neuerdings so, dass Montag und Dienstag [in der letzten Schulwoche] Projekttage sind. Jede Klasse hat das Schulhaus zu verlassen. Ob Wandertag, Kinobesuch oder Zoobesuch – alles ist möglich – hauptsache draußen und beschäftigt [und lebend zurückkommen].
Montag
Bei uns war es so, dass wir am Montag zu Carnuntum gefahren sind.
Carnuntum, die Hauptstadt der römischen Provinz (Ober-)Pannonien, lag ca. 40 km östlich von Wien unmittelbar am Südufer der Donau im Bereich der heutigen Ortschaften Petronell und Bad Deutsch-Altenburg (Niederösterreich).
In den antiken Schriftquellen wird Carnuntum zum ersten Mal in Zusammenhang mit Ereignissen des Jahres 6 n. Chr. genannt. Damals errichtete während der Regierungszeit von Kaiser Augustus (27 v.Chr. – 14 n. Chr.) ein römisches Heer unter dem Kommando von Tiberius ein Winterlager in der Gegend von Carnuntum, um den germanischen Stamm der Markomannen zu bekämpfen, der nördlich der Donau im Bereich des heutigen Böhmen und Mähren siedelte. Die Lokalisierung dieses augusteischen Lagers ist noch immer nicht geklärt.
Das sagt das gescheite Wikipedia dazu für alle, die nicht [mehr] wissen was das nun ist.
Wir hatten eine Führung mit einem sehr merkwürdigen Führer [er war wirklich merkwürdig!] und wir mussten auch eine Rätsel-Rally machen, die nicht besonders lustig war. Die Sonne brannte auf unsere Köpfe und ich persönlich habe dort den ersten Sonnenbrand des Sommers bekommen, trotz Sonnenschirm und vielem im-Schatten-aufhalten, aber was solls. Auch der wird vorbeigehen.
Der Ausflug dauerte von 8:00-17:00 was uns alle nicht besonders erfreute. Museen, Hitze, dumme Führer, Fragen beantworten (wir wurden vorletzte und die fast-Gewinnergruppe hatte von uns abgeschrieben! – argh!) und unser Klassenvorstand war mit von der Partie und der [eigentlich die] ist immer streng überempfindlich und einfach nur unlogisch [ich mag sie auch nicht] und dann war noch eine andere Professorin mit – eine pingelige Latein-Profesorin. Bei dem Rest hülle ich mich in wundervolles Schweigen und ich sollte sowieso nicht viel darüber nachdenken, denn der Verdrängungsprozess ist noch immer beschäftigt mit Verarbeitungsprozeduren.
Dienstag
Dienstag hatten wir zum Glück einen angenehmeren Lehrausgang. Es ging mit unserem verschrobenen Biologie-Lehrer und dem gottesgläubigen Musiklehrer in den botanischen Garten. Ich habe es richtig genossen, obwohl ich ja eigentlich kein Naturmensch bin [werde bei jeder spinne unruhig], aber ich denke auch ich werde erwachsen und kann die Natur und die Schönheit schätzen lernen.
Die Burschen haben sich die ganze Zeit mit Bockerl [tannenzapfen] beschossen und mich traf auch Einer, aber das ist nicht sonderlich ungewöhnlich, denn mich trifft eigentlich immer so ein Scheiß. Ein Ball traf mich dann im Park…
Nach dem botanischen Garten [mit führung des biologielehrers] sind wir alle in den gegenüberliegenden Park gegangen. Ich hab mich einfach ins Gras gelegt und das schöne Wetter genossen [obwohl ich schon recht groggy war] und ich habe auch ein bisschen mit den Mädchen geplauscht und den Mädchen bei Bedarf irgendwelche Mücken/Fliegen/Wespen verscheucht. Ein paar Leute hatten sich auch mit Wasser bespritzt [meine trinkwasserflasche musste dran glauben] und ich habe mich an so etwas ähnlichem wie Federballtprobiert. Es war nur eine sehr, sehr, sehr… billige Version. Die Schläger waren ganz aus Plastik gefertig und der Ball war viel zu weich und ist bei meinen Schüssen viel zu weit geflogen. Meine Gegenspielerin Lisa war auch noch ungefähr einen halben Kopf [wenn nicht mehr] kleiner als ich und so haben wir es dann nach vielem guten Willen doch aufgegeben.
Wir wurden um ungefähr eins entlassen und waren alles in allem recht happy.
Mittwoch
Am Mittwoch fand das Sportfest statt. Schüler können sich beweisen, zeigen was sie draufhaben. Es gibt verschiedenste Disziplinen; Fußball, Staffellauf, Einzellauf, Frisbee, Orientierungslauf [du bekommst karte und kompass in die hand gedrückt und musst bestimmte posten finden - also auch nichts für mich], Tanzen, Akrobatik [bei den letzten beiden gibt es nicht mehr als applaus zu holen - keine medaillien] und noch so ein Kram.
Nein, ich habe an nichts teilgenommen. Ich bin schlicht und einfach die meiste Zeit mit Becks im Gras gelegen und habe das geniale FM4-Buch gelesen von dem ich einmal näher schreiben werde, denke ich. Ich habe sogar den erschreckenden Satz ‘ich hasse zeichnen’ gesagt. Ich hoffe es war eine pure Trotzreaktion, weil es auch an dem Tag sehr heiß war und es weniger Schatten gab.
Irgendwann habe ich dann die Tanz- und Akrobatikgruppe begleitet – zum Glück. Anna stieß sich nämlich ihr hübsches Köpfchen bei den Proben auf dem harten Dielenboden [sie hatte keine gehirnerschütterung - sie ist nur eine beule reicher] und wir waren fast alle gleich zur Stelle.
Franziska und Dimmi haben Eis aus einer Cafetria dort geholt. Das Eis war eigentlich gefrorene Petersilie die im Laufe matschig wurde und auslief…
Genug von matschiger Petersilie! Anna bieß ihre Zähne zusammen und nahm trotz Abratens am Tanz teil, aber es ging alles gut und sah super wie immer aus! Danach schafften wir es die Lehrer zu überzeugen, dass Anna nach Hause durfte und ich als Begleitperson durfte mit *hehe* Glück aber auch, denn ich entkam der Hitze 2 Stunden früher als alle Anderen. Die Anderen tuen mir natürlich auch leid, aber in dem Moment ging es mir nur um mein eigenes Wohl und dass ich möglichst einen kühlen Kopf bewahrte, denn ich betete Anna die ganze Zeit hinunter, dass sie nicht sterben soll, dass ich sie noch bei meiner Hochzeit brauche [als beistand] und so weiter..
Ich denke bei Notfällen bin ich nicht besonders beruhigend, aber das ist nur ein Gefühl – da bin ich mir sicher!
Danach fuhren wir zu ihr nach Hause und danach zu mir. Bei mir holten wir Geld und meine Mutter lud uns auf ein Eissaloneis ein – harr.. Ganz schön lecker. Wir wollten uns gerade auf den Weg machen und plötzlich sahen wir Dimmi, als wir bei der U-Bahn sassen.
So redeten wir ein bisschen und Anna klopfte Dimmi weich, damit sie mit Eis essen ging. Okay, wir waren Eis essen, aber so ganz essen kann man es nicht nennen, denn wir waren zusammen so abgedreht, dass wir andauernd lachen mussten und Lachen und Eis verträgt sich eben nicht im selben Atemzug.
Danach holten wir uns etwas zu Trinken und Anna klopfte Dimmi abermals weich noch mit zum alten AKH-Gelände zu gehen. Okay, auch das gelang und als kleiner Nebeneffekt sprang eine Wasserschlacht dabei raus.
Ich freundete mich mit kleinen Kindern an, Dimmis und mein Schritt wurde nass [nicht vor lachen!!] wegen Annas gezielten Attacken und Rettungsversuche gingen meist kläglich schief und das Schlimmste; Annas Kleidung war so nett zu ihr! Sie trocknete fast sofort und ich lief mit unangenehm nasser Hose nach Hause um sie mir dann vom Leib zu reissen.
Am Abend war es dann an mir mich ordentlich zu schämen und mich selbst zur Besserung aufzurufen. Ich muss mich langsam wieder zurücknehmen, ehrlich. So kann es nicht weitergehen. Ich werde langsam zu einem missverstandenem Monster [in eine ecke geh und anfang zu heulen].