Mein Lebensretter!
Wie man an meinen letzten Einträgen leider Gottes erkennen kann - ächz, stöhn, heul, schnief, prust – gings mir mal wieder so richtig scheiße um es beim Namen zu nennen. Keine Umschreibungen und Spielereien. Hier kommt die nackte Wahrheit auf den Tisch oder auf (in) den Blog. Hingeknallt und her damit!
Aus diesem – wahrscheinlich meinem 5 875 471. – Tief rettete mich Börni – Betonung auf ööööhh.
(Kurz noch eine Backgroundinformation; seitdem ich ein Buch von J. Gray gelesen habe – er befasst sich mit Selbsthilfe- und Pädagogikbüchern die es auf die Bestsellerlisten geschafft haben – weiß ich, und diagnostiziere ich an mir selbst, dass die Launen und Stimmungen von Frauen wie Wellen sind. Mal geht es nach unten und dann wieder nach oben.
So ist das und seitdem ich das weiß, kann ich besser mit meinen Tiefs umgehen. Ist es nicht wirklich so, dass wir als Frauen immer wieder Tage haben wo wir uns nicht wirklich wohl fühlen und dann gibt es zum krassen Gegensatz Tage wo wir die Welt umarmen könnten und es dann auch tun..? Jedenfalls bin ich jetzt nicht mehr so streng mit mir was die Tiefs betrifft. Ich hol mir die Stärke die ich wieder nach oben brauche von meinen liebsten der lieben Freunden – ich liebe euch wirklich, Leute!! Danke, Danke, Danke!!! – und dann geht es wieder nach oben).
Börni, ja eigentlich Bernhart, ist der Tanzpartner von Rebeccas Tanzkurs. Ich habe ihn heute (eigentlich schon gestern) kennengelernt und ich bin wirklich fasziniert von ihm, denn er hat es wirklich geschafft, dass ich seit verdammten vier depressiven Tagen, wieder all den ganzen Scheiß einfach so – wie mit einem Fingerschnipsen – vergessen konnte. Es war nicht so als hätten wir über irgendetwas besonderes geredet; wir redeten über Opas, Herzinfarkte, Omas und Schirme (und vielleicht, aber wirklich nur vielleicht auch über Chemie – graus!), aber irgendetwas hat er in mir losgelöst, dass irgendwie festgeklemmt hat. Es hat gesteckt so ein kleines Tei udn er hat einfach den Schalter umgelegt und mir so wieder zu einer perfekten Laune geholfen!
Ich sollte ihm noch danken, meinem Lebensretter. (Er ist es jetzt nicht wirklich, aber ich empfinde wirklich einen tiefen Dank bei Leuten die es schaffen, dass ich mich einfach so wohl in meiner Haut fühle.
Leider gab es von dem heutigen Tag auch einen kleinen wirklich traurigen Teil. Durch die vielen Formen der Aufregung die sich bei mir immer in Form von Endorphinen niederschlägt, konnte ich den wirklich traurigen Teil verdrängen, doch jetzt wo ich alleine in meinem Bett liege, komme ich leider nicht wirklich dazu meine Freude mit jemandem zu teilen. Ich liege da, die Finger beschäftigen sich schon irgendwie (tippen), aber meine kleine Welt, mein kleines Zweituniversum, wäre perfekt, wenn ich wüsste, dass eine gewisse Schönheit mit/neben/im Bett liegen würde und das natürlich mit/neben mir.
Zweiendhalb Wochen (an die 17 Tage) habe ich bei Rebecca verbracht. Ich habe bei ihr gegessen (oder besser gesagt göttlich gespeist! – verdankt man natürlich der Tatsache, dass sie den Part des Kochens übernommen hat), geschlafen.. eben gelebt. Es hat sich alles einpendelt. Ich bin es nun gewöhnt bzw. bin verwöhnt! eine zweite Person neben mir zu wissen.
Ich fange langsam an zu begreifen wo die Schwierigkeiten des Zusammenlebens bei zwei (so?) unterschiedlichen Menschen sind. Aber ich begreife noch mehr wie schwierig es ist auf genau solche Schwierigkeiten zu verzichten.
Du verstehst?
# Ich und mein Computer; wir waren mal ein Team…
# Wie ich diese Dohlen hasse!
# Drehen die da ‘nen Porno?