Kleider machen Leute

by blondinenwitz

The finest clothing made is a person’s skin, but, of course, society demands something more than this. 

~Mark Twain

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Ich finde, dass dieses Zitat Mark Twain’s ziemlich auf den Kopf trifft, was so viele Menschen tagtäglich jeden Morgen beschäftigt.

Was soll ich nur anziehen?

Kleidung hat unzählige Aufgaben. Sie soll die Persönlichkeit unterstreichen, gut sitzen, Haut-, Augen- und/oder Haarfarbe besonders hervorheben, ein Image kreiiren oder aufrecht erhalten, Subbotschaften aussenden und natürlich soll sie auch noch in allen Lebenslagen halten und noch bequem sein.

Verdammt, dachte ich nur nach all diesen Gedanken (und den unzähligen Stunden, die ich auf der Suche im Web verbracht hatte, nach “meinem” Stil), die ich mir so oft über unsere zweite Haut gemacht hatte, und  dachte mir, dass ich wahrscheinlich nie  meinen eigenen Stil finden würde. Doch dann – BÄMM – passierte es einfach so.

Alles fing mit einem unschuldigen Markenpulli der Firma Superdry an. Es war Liebe auf den ersten Blick. Und so legte ich den Grundstein für Kleidungsstücke die folgen sollten – ich hatte meinen Stil gefunden, ich wusste es bloß nur noch nicht.

Wenn ich tief in mich hineinhörte, wusste ich seit längerer Zeit, dass ich dunkle Farben nicht mag. Zu negativ, zu dunkel. Nicht so wie das Leben sein soll – glücklich, hell, strahlend und so fand ich schnell zu meinen Lieblingsfarben, die auch die vorherrschenden Farben in meiner Garderobe werden sollte: blau in allen Variationen (außer natürlich zu dunkel!), weiß, grau und pink.

Eines Tages sprach mich dann einen Freundin auf mein Strahlen an und dass ich heute besondes gut aussehen würde – es fiel mir wie Schuppen von den Augen! Ich trug mein Lieblingsoutfit!

Und so kam es dann eines schönen Tages auch, dass ich die heilige Jeans entdeckte, die man ganz oben erkennen kann. Sie wird es nicht mehr so lange machen, aber ich freue mich auf jeden weiteren Tag, an dem sie mich Seite an Seite, Kurve an Kurve, begleiten wird.

Es macht nämlich einen extrem großen Unterschied, ob man SEINE Kleidung oder EINE Kleidung trägt – genau das ist mir heute klar geworden. Als ich seit einer Woche endlich wieder in meiner heiligen Jeans die Straße entlangegangen bin, war es anders. Ich strahlte, die Jeans mit mir und zusammen sind wir unsere Wege gegangen – glücklich!

Wenn man seinen eigenen Stil gefunden hat, ist es, als ob die Kleidung deine beste Freundin ist, die du jeden Tag mit dir herumträgst. Wenn du sie gut behandelst, liebst du sie und sie liebt dich zurück.

Man muss eben nur tief in sich hineinhören und spüren zu welchen Kleidungsstücken es einen auf eine magische Art und Weise hinzieht. Man darf keine Angst haben, was einem dabei vielleicht in die Hände fällt – nichts ist zu bunt, zu ausgefallen oder eben zu langweilig, wenn es DEIN Kleidungsstück ist! Wichtig ist auch, sich nicht von anderen beeinflussen zu lassen.

Nur weil du vielleicht keine Frau der Seidenschals, Designerbrillen, Bling-Bling’s und Gucci-Täschen bist oder kein Mann des Abercrombie und Fitch Shirt’s, des Burton-Rucksacks und der Diesel-Jeans bist, heißt es nicht, dass du sie nicht alle in DEINEM Outfit bezaubern, blenden und – ja! – sogar verrückt machen kannst!

Und alles ging mit einem unschuldigen Markenpulli der Firma Superdry an.