Kategoriearchive: Was hast du getan?

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal Besucherin der Aninite, einer Art Comic Convention und ich kann sagen, dass es so wie seine zahlreichen Besucher echt interessannt war. Die anderen Besucher würden dieses einmal jährlich stattfindende Ereignis wahrscheinlich nie im Leben als „interessant“ bezeichnen – sie würden das Wort in dem Zusammenhang empört von sich weisen -, doch ich finde es am passendesten, da ich geistig von dem Thema Manga und Anime distanziert habe und das war das Thema; Japan und die ganz besondere Kunstrichtung, die immer mehr Anhänger findet. Hauptsächlich Jugendliche waren vor Ort und davon nicht wenige in schrillen Kostümen die Lieblingsfiguren oder einfach nur eine bestimmte Moderichtung aus Japan darstellten oder zur Schau trugen. Bis in die Nacht hinein geht das bunte Treiben, das Programm voll ausgebaut. Es gibt Modeveranstaltungen, Filmvorführungen, Vorträge über das Nähen oder aus Asien kommende Süßigkeiten, …. Für jeden war also das passende dabei und man geht in keinem Fall leer aus, denn hoch ist die Chance dort auf Gleichgesinnte zu stoßen. Froh dort gewesen zu sein.

Eine Liste der Dinge führen über die man nachdenken sollte, die einem aber in Wirklichkeit egal sind. Dinge lernen die wichtig sind für irgendwan doch man glaubt es nicht. Große Menschen sterben und man beachtet es nicht. Die Welt geht weiter und dreht sich und dreht sich. Mit oder ohne dem Deichkind-Mastermind. Mit oder ohne mir. Werde ich also die nächste sein? Wo sich doch alles weiterdreht und der Lauf der Dinge weder mit noch ohne dir unterbrochen wird…

Zehnjährige Raucherlungen naschen zehn Säckchen Colafläschen und husten sich die Seele aus dem Leib. Flieg mit mir woanders hin wo morgen noch heute und gestern vergessen ist. Flieg mit mir zum Tarantulaland und entführe mich auf die Insel ohne Anfang, ohne Ende, ohne Beginn und ohne Wodkawasserfall.

Ohne deine Musik wär ich nicht so viel ich wie ich jetzt bin. Da wär ich halbvoll oder halbleer. Je nach Pessimistenstatus.

Manchmal gibt es schlechtes Wetter und manchmal hat man auch einfach die Götter gegen sich.

Heute war mein Tag anfangs kein besonderer. Ich ging in die Schule, die Stunden waren nicht besonders und ich kam müder aus der Schule als ich sie betreten hatte – normal also. Ich fuhr also – wie so oft auch – nach Hause, aß und machte mich dann wieder fertig, da ich mit Freundinnen ins Kino gehen wollte. Wir sahen uns Shopaholic an, eine nette Buchverfilmung, über die ich morgen noch mehr schreiben werde. Das Witzige war, dass wir uns alle auf dem Weg ins Kino trafen. Das ist mir vorher wirklich noch nie passiert. Ich traf Lisa bei der Busstation, erwischte sie gerade noch, dann trafen wir bei einer der folgenden Stationen noch Cherí und zu guter letzt noch Steffi die schon vor dem Kino war. Interessant also.

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Das Leben ist eine Sinuswelle. Manchmal zieht es sich in die Länge wie ein Dreißigjähriger Krieg oder wie eine Termdarstellung und manchmal scheint es ein flüchtiger Moment zu sein – wie das Paarungsverhalten von Kakerlaken! Manchmal kann es auch an einem vorüberziehen, schnell und kaum zu halten, so wie wenn man bei Deutsch-Schularbeiten so richtig ins Schreiben kommt. Oder es verläuft in ruhigen Bahnen wie im Zeichenunterricht  wo es meistens sehr leise ist oder -eben das Gegenteil – es geht zu in wie in Physikstunden in denen immer ein reges Treiben herrscht. Manchmal ist es melancholisch und traurig wie ein Klavierstück Beethovens und manchmal witzig und locker wie Freistunden am Donnerstag an denen man mit seinen Freundinnen Quatsch macht. Manchmal kann es verletzend sein wie schlechte Noten auf einen Test für den man gelernt hat, der trotzdem schief gegangen ist und manchmal erreicht man etwas, nach dem man sich gesehnt hat (was dann in etwa so wäre, wie für einen Test viel gelernt zu haben und ihn dann so auch bravourös bestanden zu haben). Ich bin froh am Leben zu sein! Unverwechselbar einzigartig; das Leben! So wie ich.

Ich habe wieder angefangen viel über mich nachzudenken was wohl zu einem sehr egozentrischen Weltbild führen mag, aber doch besser ist als das Denken ganz sein zu lassen. Mir ist heute nämlich klar geworden, dass ich mein ganzes bisheriges Leben nichts erreicht habe auf das meine Eltern hätten irgendwie stolz sein können. Diese Erkenntnis ließ sich von der Frage ableiten was wohl mein Vater über mich denken würde, wenn er wüsste was ich so alles treibe. Aber nüchtern betrachtet, habe ich wirklich rein gar nichts erreicht auf das Eltern irgendwie stolz sein könnten.

Ich verfüge über keine Sportlerqualitäten, habe keinen Pokale oder sonstigen Regalverschönerungskram gewonnen (besitze nur einen Pokal und der ist geklaut), bringe keine guten Schularbeiten oder Noten nach Hause, kann nicht den perfekten Schwiegersohn vorweisen („nur“ die hübscheste Freundin der Welt) und habe noch kein Buch geschrieben (und wenn ich endlich eines vorzuweisen hätte, wäre es wohl auch keines, dass man den ehrenwerten Eltern gerne zu lesen gibt).

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Wenn das dein Wunsch ist, dann ist es ein Versprechen. (Stefan)

Mir ist heute und gestern Nacht etwas klar geworden, dass mein derzeitiges Denken momentan wieder vollkommen in einer andere Richtung umkehrt – die nicht unbedingt schlechter sein muss! Ich bin in mich gegangen und habe nachgedacht. Natürlich nicht zu viel und nicht zu sehr an die Vergangenheit. Ich habe nichts totgedacht und nichts in seine Einzelteile zerlegt. Ich habe mir lediglich überlegt was ich mir von meiner nahen Zukunft erträume und wünsche. Was meine kurzfristig gesteckten Ziele sein sollen und was mich glücklich machen sollte.

In mir drinnen habe ich einen Wunsch entdeckt. Wahrscheinlich ein sehr primitiver Wunsch, den jeder Mensch hegt. Ich möchte um meinetwillen geliebt werden. Mittlerweile klingen das schon wie leere Worte.

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