Tagarchiv: Alltägliches

Ich wünschte wir könnten weiterhin in den Augen der jeweils anderen ertrinken wie zwei Süchtige in dem Meer aus bunten Lichtern ertrinken und sich auch irgendwie ertränken, doch es ist ein Wunsch wie eine Seifenblase, da ich weiß, dass es nicht von lange ist und irgendwann doch dem Nichts versprochen ist, dass alles auffrisst. Jetzt stehe ich hier am Punkt A, dem Anfangs- und Startpunkt der den Kreis k in genau einem Punkt – seinem – schneidet und für mich die Erinnerung an den ganzen schönen Teil darstellt zu dem ich nicht mehr Zugang sondern nur Erinnerung habe. Alles ist weg. Ich bin auf A und habe nur den schönen weiten fremden Horizont vor mir, der mir gerade im Moment noch mehr verbirgt, als er mir veröffnet. Scheiße. Mir ist zum Kotzen. Ich habe Angst. Ein Teil von mir will Selbstmordkommandomäßig in das Unbekannte laufen ohne Angst auf Verluste und einfach so ohne viel zu denken und der andere Teil von mir, wie immer das genaue Gegenteil, will sich auf der Stelle hinlegen, sich totstellen und das Zurückschreiten, aber auch das Vorwärtskommen um jedes Mittel vereiteln. Pech gehabt, verschrecktes Ich. Ich pack mein pinkes Zauberlichtschwert (alias Selbstvertrauen) und renne rein ins Unbekannte. Jederzeit  bereit!!

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal Besucherin der Aninite, einer Art Comic Convention und ich kann sagen, dass es so wie seine zahlreichen Besucher echt interessannt war. Die anderen Besucher würden dieses einmal jährlich stattfindende Ereignis wahrscheinlich nie im Leben als „interessant“ bezeichnen – sie würden das Wort in dem Zusammenhang empört von sich weisen -, doch ich finde es am passendesten, da ich geistig von dem Thema Manga und Anime distanziert habe und das war das Thema; Japan und die ganz besondere Kunstrichtung, die immer mehr Anhänger findet. Hauptsächlich Jugendliche waren vor Ort und davon nicht wenige in schrillen Kostümen die Lieblingsfiguren oder einfach nur eine bestimmte Moderichtung aus Japan darstellten oder zur Schau trugen. Bis in die Nacht hinein geht das bunte Treiben, das Programm voll ausgebaut. Es gibt Modeveranstaltungen, Filmvorführungen, Vorträge über das Nähen oder aus Asien kommende Süßigkeiten, …. Für jeden war also das passende dabei und man geht in keinem Fall leer aus, denn hoch ist die Chance dort auf Gleichgesinnte zu stoßen. Froh dort gewesen zu sein.

((should stop watching gay and lesbian series and movies. love the music too much. drives me crazy hearing this song  million times))

Hot like fucking hell! (.. the song)

»Dein Handy hat geläutet.«

»Ja. Das hat das Ding so an sich.«

»Gehst du nicht ran?«

»Nein. Keine Lust.«

»Du magst dein Handy mal wieder nicht, oder?«

»Nope.«

(Blondie says: electronic-communication is dead.)

Gerade liege ich in meinem Bett und weiß, dass der Schlaf so weit von mir entfernt ist wie die Welt vom Frieden. Sehr weit also. Meine Gedanken sind im Augenblick nicht zu bändigen, die Wellen die mein Gefühlszustand geschlagen hat, wollen sich nicht glätten. Ich liege da, sehe an meine Decke und weiß, dass ich hier in meinem Bett liege wie es gerade in diesem Moment auch noch Millionen von anderen Menschen tun. Was auch immer sie tun. Was auch immer mit wem, wie… Never mind! Eines sagt mir das. I’ll never walk alone. Never. Ein paar von diesen Menschen die auch in ihren Betten liegen sind welche die ich kenne. Ob ich sie vermisse steht nicht zur Debatte. Ob ich Dinge bereue oder sie noch einmal von vorne probieren oder sie verändern wollen würde. Alles so egal. Ich lebe hier und jetzt. Ich liege hier und jetzt, atme meine Atemzüge, schreibe meine Wörter, meine Dinge, meine Gedanken und das vielleicht neu. Auf eine Art und Weise wie ich sie nie getan hätte, wenn die Karten anders gelegt worden wären, von der ehrenwerten Fortuna. Auf eine schöne Zukunft. Gute Nacht, Leute da draußen.

Eine Liste der Dinge führen über die man nachdenken sollte, die einem aber in Wirklichkeit egal sind. Dinge lernen die wichtig sind für irgendwan doch man glaubt es nicht. Große Menschen sterben und man beachtet es nicht. Die Welt geht weiter und dreht sich und dreht sich. Mit oder ohne dem Deichkind-Mastermind. Mit oder ohne mir. Werde ich also die nächste sein? Wo sich doch alles weiterdreht und der Lauf der Dinge weder mit noch ohne dir unterbrochen wird…

Zehnjährige Raucherlungen naschen zehn Säckchen Colafläschen und husten sich die Seele aus dem Leib. Flieg mit mir woanders hin wo morgen noch heute und gestern vergessen ist. Flieg mit mir zum Tarantulaland und entführe mich auf die Insel ohne Anfang, ohne Ende, ohne Beginn und ohne Wodkawasserfall.

Ohne deine Musik wär ich nicht so viel ich wie ich jetzt bin. Da wär ich halbvoll oder halbleer. Je nach Pessimistenstatus.

Vor einem halben Jahr. Vor einem halben Jahr…

Ein Satz der meine Zwiegespaltenheit wiederspiegelt. Vor einem halben Jahr als die Stadt Blondie einfach als ein Werk als solches akzeptiert wurde ohne wirklich erkennbare Ausmaße und nicht wirklich konkret, doch jetzt kann ich in den tiefen Wassern meiner Seele hohe Wellen schlagen, denn jetzt ist diese Stadt kein Trugbild mehr oder eine Fata Morgana sondern sie hat sich mit einer unvorstellbaren Höchstleistung zu dem entwickelt was sie jetzt, heute, ist; Ich, Blondie. Zwar nicht perfekt, aber dadurch nur noch … liebenswerter?

MIND THE GAP!

Sie heißt Kobe. Eine ewige Kopiererin.

(Kobe = Kopiererin… !? Kobierer?)

Leise schleicht sie sich heran in deine Nähe und dann – zack – ist sie da und sieht es sich an. Begutachtet es, bewertet es, analysiert, zerlegt, fotografiert es sogar um es sich ja einzuverleiben. Dann – peng – beim nächsten Mal hat sie es kopiert und es scheint ihres zu sein. Ganz ihres und du fragst dich „Was? Wo meins?“. Wo ist es hin das **deins** wenn sie mit ihrem **mein** kommt? Paranormal, denkst du. Oder einfach merkwürdig, denkst du doch du vergisst es. Hältst es für Flausen im Kopf

Doch die Kopiererin kopiert und kopiert und irgendwann ist sie dann selbst in Luft aufgelöst vor lauter Kopien.

Komm rüber zu mir, wenn du weißt was ich will. Komm und frag nicht. Komm und sag nichts. Komm und geh einfach. Einfach hin. Wie ein Bahnticket. Hin und zurück. Dann stehst du dort wo du anfangs warst. Dann stehen wir wo nie jemand zuvor gestanden ist. Am Abgrund. Wie immer.

*

Weißt du was ich will? Dich. Weißt du was neben mir fehlt? Du. W-w-w-w… weißt du, dass ich und du wir ist? Weißt du dass ich gerade eben denke, dass ich an dich denke ohne irgendetwas zu wollen. Außer dich. Außer mich. Ein uns. Ein einfaches uns. Lass uns fliegen. Weg solange uns der Horizont trägt. Solange bis wir fallen. Um dann gefangen zu werden. Aufgefangen von einem Zauber ohne Gleichen. Was weiß ich schon. (Ich mit meinem negativen Humor. Nicht existenzielles Nichtlachvermögen.)