Tagarchiv: Gefühle

Ich wünschte wir könnten weiterhin in den Augen der jeweils anderen ertrinken wie zwei Süchtige in dem Meer aus bunten Lichtern ertrinken und sich auch irgendwie ertränken, doch es ist ein Wunsch wie eine Seifenblase, da ich weiß, dass es nicht von lange ist und irgendwann doch dem Nichts versprochen ist, dass alles auffrisst. Jetzt stehe ich hier am Punkt A, dem Anfangs- und Startpunkt der den Kreis k in genau einem Punkt – seinem – schneidet und für mich die Erinnerung an den ganzen schönen Teil darstellt zu dem ich nicht mehr Zugang sondern nur Erinnerung habe. Alles ist weg. Ich bin auf A und habe nur den schönen weiten fremden Horizont vor mir, der mir gerade im Moment noch mehr verbirgt, als er mir veröffnet. Scheiße. Mir ist zum Kotzen. Ich habe Angst. Ein Teil von mir will Selbstmordkommandomäßig in das Unbekannte laufen ohne Angst auf Verluste und einfach so ohne viel zu denken und der andere Teil von mir, wie immer das genaue Gegenteil, will sich auf der Stelle hinlegen, sich totstellen und das Zurückschreiten, aber auch das Vorwärtskommen um jedes Mittel vereiteln. Pech gehabt, verschrecktes Ich. Ich pack mein pinkes Zauberlichtschwert (alias Selbstvertrauen) und renne rein ins Unbekannte. Jederzeit  bereit!!

mad world.

Ich habe gestern ein bisschen darüber philosophiert wie sich die Beweggründe verschieben können. Das Beispiel war mein Blondinenwitz-Blog. Wie war es früher vor mehr als einem Jahr und wie ist es heute…? Der Unterschied könnte wirklich kaum größer sein. Der Blog wurde einer ehemaligen Freundin zu Liebe angefangen, da ich sie mit alltäglichen Häppchen aus meinem Leben mir näher bringen wollte. Er entwickelte sich und ich fand meine Art und Weise zu schreiben. (Wem es gefällt oder nicht ist eben weiterhin Geschmackssache.) Anfangs schrieb ich am meisten Beschreibungen von meinem Tag und dann hin und wieder warf ich Gedanken – und Wortspiele dazwischen. Ich schreib nur für mich und eben diese ehemalige Freundin. Wie ist das heute? Heute schreibe ich nur noch um zu schreiben, selten für mich, sondern einfach nur, wenn ich mir denke, ich könnte einmal wieder etwas Lesenswertes von mir geben. Ich denke, dass es niemanden mehr gibt, der an diesem kleinen versifften Blog hängt und wenn dann nur noch wegen mir und nicht wegen dem was ich schreibe (oder wie ich es schreibe). Blaah!

Erinnerst du dich an nichts? Erinnerst du dich an gar nichts? Als dein Kopf auf dem Beton aufgeschlagen hat… Als du dagelegen bist auf dem kalten Asphalt, Blutflecken überall. Mein Schal von deinem Blut durchtränkt. Der Schal den ich nachdem immer an mir getragen habe, bis ich wusste, dass es dir gut geht. Ich rannte zu dir, versuchte dich zu wecken, doch du warst bewusstlos. Lagst da. Ich hatte dich nicht retten können. Wäre nicht all das Blut gewesen, hätte ich meinen können du schliefst. Wie ich dich schon oft habe schlafen sehen. Ich liebe dich. Ich liebe dich einfach. Wieso lagst du da? Wieso hatte ich noch nie in meinem Leben Angst jemanden so sehr zu verlieren wie dich? Wie hast du es geschafft, mich so zu bewegen wie es noch kein anderer geschafft hat? Und wie kannst du es wagen, zu sagen, dass du dich an gar nichts erinnerst? Nicht an die wunderschöne Zeit davor, an unseren Tanz, an dein süßes Lachen, dass mich geil machte. Ich wollte dich. Nur dich. Nichts ist hängen geblieben. Und jetzt stehe ich da. Drei Monate nach allem was geschehen ist, sehe den Alphalt an, der jetzt keine Spuren mehr von dir aufweist. Es sieht aus, als wäre nie etwas gewesen und trotzdem läuft all das Geschehene wie ein Film noch einmal vor meinem inneren Auge ab. Ich liebe dich. Ich möchte dich nie verlieren. Alles Dinge die ich dir nicht sagen kann.

Sanft wog er mich auf seinem Schoß wie einen kleinen Engel der gerade vom Himmel gefallen war.

Gott der mich ausgestossen hatte und mich ihm praktisch vor die Füße geschleudert hatte. Wie ein Spielzeug, das er zum Spielen leid war, hatte sich sein Innerstes nach außen gestülpt und herausgekommen war ich. So fühlte es sich an ich, Kobe, zu sein.

Mit zittrigen, fahrigen Bewegungen strich er durch meine Haare. Obwohl ich mich an ihn drückte, mich zu einer kleinen Kugel zu formen versuchte, achtete ich doch auf die kleinsten seiner Bewegungen. „Ach Kobe“, seufzte mein Bruder und als ich die Trauer in seiner Stimme hörte, blickte ich auf. Unsere Blicke kreuzten sich, seiner traf mich wie immer wie ein Schlag ins Gesicht, und erst heute weiß ich was damals in dicken, schwarzen Lettern in ihnen geschrieben stand. Drei Monate zu spät. Drei Monate nach seinem Tod.

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I would stand in line for this.....

Wie es sich anfühlt zu sterben. Wie es sich anfühlt zu sterben ist etwas, dass einem den Verstand raubt. In dem Moment gibt es nichts wichtigeres, als irgendetwas greifbares, weltnahes zum Fassen zu bekommen um sich irgendwie davon abzulenken, all das, dass einen genau jetzt beim Durchdrehen umgibt, für immer verlieren zu können. Fuck. Dieses Gefühl – besser gesagt diese Angst – weckt das Tier in dir auf – Elektroshocking Murderfucking – und zwingt dich dein normales, reales Denken abzuschalten und nur noch auf das zurückzugreifen was dir geblieben ist; es ist nicht dein Name, nicht deine Identität, nicht deine Gefühle oder deine Freunde. Es ist der reine, nackte Instinkt. Etwas tief in dir schlummerndes, dass kalt und bedrohlich immer bereit ist ans Tageslicht zu brechen. Genau für solche Momente ist er gut, er pirscht sich heran und dann übernimmt er die Kontrolle über alles. Wird praktisch Mastermind und Herrscher von dem, dass du dir aufgebaut hast. Ob du willst oder nicht – und glaub mir; in dieser Situation willst du es! Brauchst du es. Auch wenn es nur taunasses Gras an deiner Wange ist…

Gerade liege ich in meinem Bett und weiß, dass der Schlaf so weit von mir entfernt ist wie die Welt vom Frieden. Sehr weit also. Meine Gedanken sind im Augenblick nicht zu bändigen, die Wellen die mein Gefühlszustand geschlagen hat, wollen sich nicht glätten. Ich liege da, sehe an meine Decke und weiß, dass ich hier in meinem Bett liege wie es gerade in diesem Moment auch noch Millionen von anderen Menschen tun. Was auch immer sie tun. Was auch immer mit wem, wie… Never mind! Eines sagt mir das. I’ll never walk alone. Never. Ein paar von diesen Menschen die auch in ihren Betten liegen sind welche die ich kenne. Ob ich sie vermisse steht nicht zur Debatte. Ob ich Dinge bereue oder sie noch einmal von vorne probieren oder sie verändern wollen würde. Alles so egal. Ich lebe hier und jetzt. Ich liege hier und jetzt, atme meine Atemzüge, schreibe meine Wörter, meine Dinge, meine Gedanken und das vielleicht neu. Auf eine Art und Weise wie ich sie nie getan hätte, wenn die Karten anders gelegt worden wären, von der ehrenwerten Fortuna. Auf eine schöne Zukunft. Gute Nacht, Leute da draußen.

Eine Liste der Dinge führen über die man nachdenken sollte, die einem aber in Wirklichkeit egal sind. Dinge lernen die wichtig sind für irgendwan doch man glaubt es nicht. Große Menschen sterben und man beachtet es nicht. Die Welt geht weiter und dreht sich und dreht sich. Mit oder ohne dem Deichkind-Mastermind. Mit oder ohne mir. Werde ich also die nächste sein? Wo sich doch alles weiterdreht und der Lauf der Dinge weder mit noch ohne dir unterbrochen wird…

Zehnjährige Raucherlungen naschen zehn Säckchen Colafläschen und husten sich die Seele aus dem Leib. Flieg mit mir woanders hin wo morgen noch heute und gestern vergessen ist. Flieg mit mir zum Tarantulaland und entführe mich auf die Insel ohne Anfang, ohne Ende, ohne Beginn und ohne Wodkawasserfall.

Ohne deine Musik wär ich nicht so viel ich wie ich jetzt bin. Da wär ich halbvoll oder halbleer. Je nach Pessimistenstatus.

Vor einem halben Jahr. Vor einem halben Jahr…

Ein Satz der meine Zwiegespaltenheit wiederspiegelt. Vor einem halben Jahr als die Stadt Blondie einfach als ein Werk als solches akzeptiert wurde ohne wirklich erkennbare Ausmaße und nicht wirklich konkret, doch jetzt kann ich in den tiefen Wassern meiner Seele hohe Wellen schlagen, denn jetzt ist diese Stadt kein Trugbild mehr oder eine Fata Morgana sondern sie hat sich mit einer unvorstellbaren Höchstleistung zu dem entwickelt was sie jetzt, heute, ist; Ich, Blondie. Zwar nicht perfekt, aber dadurch nur noch … liebenswerter?

MIND THE GAP!