Tagarchiv: kalt

mad world.

Sanft wog er mich auf seinem Schoß wie einen kleinen Engel der gerade vom Himmel gefallen war.

Gott der mich ausgestossen hatte und mich ihm praktisch vor die Füße geschleudert hatte. Wie ein Spielzeug, das er zum Spielen leid war, hatte sich sein Innerstes nach außen gestülpt und herausgekommen war ich. So fühlte es sich an ich, Kobe, zu sein.

Mit zittrigen, fahrigen Bewegungen strich er durch meine Haare. Obwohl ich mich an ihn drückte, mich zu einer kleinen Kugel zu formen versuchte, achtete ich doch auf die kleinsten seiner Bewegungen. „Ach Kobe“, seufzte mein Bruder und als ich die Trauer in seiner Stimme hörte, blickte ich auf. Unsere Blicke kreuzten sich, seiner traf mich wie immer wie ein Schlag ins Gesicht, und erst heute weiß ich was damals in dicken, schwarzen Lettern in ihnen geschrieben stand. Drei Monate zu spät. Drei Monate nach seinem Tod.

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I would stand in line for this.....

.:i don’t have a gun:.

Ich bin wieder da. Und ich bin noch immer an die wunderschöne Rebecca vergeben, falls die letzten Einträge falsche Schlüße annehmen haben lassen. Meine Außenwelt ist praktisch noch unverändert und „in Ordnung“ (oder wie auch immer man das bei so einer Chaotin aus Prinzip nennen will).

In meinem letzten Beitrag habe ich mysteriöserweise von irgendeinem letzten Auftritt geredet. Bühne, Publikum, zerschlissene Vorhänge. Ich habe Bilder im Kopf entstehen lassen die in meinem inneren aufleuchten. Bilder die mein inneres Auge beschäftigen und mir noch mehr Fragen aufgeben, als fähig zu beantworten bin. Wieso denke ich nur so etwas?

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Während ich mich gerade von einem romantischen Song einlullen lasse, gesungen von einem weniger romantischen Sänger, der blauen Augen huldigt (wiederum sehr romantisch, besonders da ich ja ein blaubeäugtes Wesen bin), habe ich  beschlossen mich in die Horrorstunden von den letzten Tagen zurückzuversetzen. Ich liege schon den dritten Tag in Folge im Bett, habe das Fieber zum Glück überstanden, doch meine Fieberträume und -gefühle stehen im krassen Gegensatz zu dem Weichzeichner-Effekt im vorigen Blogeintrag.

Mir ging es nicht besonders gut. Ich trank ein bisschen was, doch es schien nicht wirklich besser zu werden. Deswegen legte ich mich hin. Vorher redete ich noch mit meiner Mutter. Es geschah etwas sehr seltenes. Sie glaubte mir.

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Wenn das dein Wunsch ist, dann ist es ein Versprechen. (Stefan)

Mir ist heute und gestern Nacht etwas klar geworden, dass mein derzeitiges Denken momentan wieder vollkommen in einer andere Richtung umkehrt – die nicht unbedingt schlechter sein muss! Ich bin in mich gegangen und habe nachgedacht. Natürlich nicht zu viel und nicht zu sehr an die Vergangenheit. Ich habe nichts totgedacht und nichts in seine Einzelteile zerlegt. Ich habe mir lediglich überlegt was ich mir von meiner nahen Zukunft erträume und wünsche. Was meine kurzfristig gesteckten Ziele sein sollen und was mich glücklich machen sollte.

In mir drinnen habe ich einen Wunsch entdeckt. Wahrscheinlich ein sehr primitiver Wunsch, den jeder Mensch hegt. Ich möchte um meinetwillen geliebt werden. Mittlerweile klingen das schon wie leere Worte.

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»Nacht des Schnees«

ω

Der gestrige Tag war voll von Neckereien, Alkohol und Schnee. Wenn ich ihn mit einem Wort beschreiben müsste, wäre das vielleicht Eine-Million-Gedankenexplosion oder auch nur Haha(haa). Aber zuerst fing der Freitag „normal“ an; Schule. Vier Stunden Schule, davon zwei Stunden Deutsch-Schularbeit (ich hoffe diesmal was Besseres als eine 3) und dann noch zwei relativ normale (also recht langweilige) Stunden. Dann fing der Freitag erst richtig an (bis zu dem Punkt Schuleaus, war ich mehr schlafend als wach) und das ist ja bekanntlich (m)ein Becks-Tag. Der Tag an dem ich immer etwas mit Becks mache bis ihr Tanzkurs beginnt. (Und an dieser Stelle muss ich sagen, dass das was jetzt kommt etwas besonderes ist, weil ich normalerweise nur ungern erzähle was ich mit meiner Besten gemacht hab… Obwohl’s eh nie etwas besonderes ist, aber trotzdem.. Normalerweise steht es unter der strengsten Geheimhaltung..!)

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»Me, the depressive Motherfucker.«

Heute habe ich etwas getan, dass ich schon länger nicht mehr getan habe. Ich habe einfach nur geschrieben. Geschrieben, geschrieben, geschrieben. Ganz ohne Hintergedanken (und Vordergedanken). Einfach nur geschrieben. Und da habe ich Dinge ans Licht geholt in meinem einsamen Monolog und ich denke ich sollte wieder schreiben. Einfach nur schreiben was ich sowieso nicht aussprechen kann.

Wo sind diese negativen Gefühle geblieben? Die Einsamkeit? Das Gefühl nicht lebensfähig zu sein und eines Tages verbannt zu werden aus der Gesellschaft, die irgendwie nicht für mich geschaffen zu sein scheint. Stimmt ja. Sie ist nicht nicht für mich geschaffen. Es sieht einfach nur so aus, als wäre ich nicht für sie geschaffen. Ich mit meinen vielen Ecken. Und Kanten. Schubladenuntauglich und überhaupt untauglich.

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Alles musste jetzt endlich ein Ende haben. Ich hielt es nicht mehr aus. Nicht das ganze Chaos, nicht diesen Schmerz und auch nicht Jesus. Wieso war es so weit gekommen? Fragen die ich mir nicht zu stellen brauchte, weil ich tief im Innersten wusste, wieso ich hier gelandet war.

Ich betrat das Badezimmer. Weiß und unscheinbar. Wie immer. Die traurige Wahrheit im Spiegel. Den Menschen den ich nicht erkannte. Mit dem Messer in meiner Rechten legte ich mich in die Badewanne. Schmerztabletten hatte ich schon genommen. Jetzt musste ich nur noch den alles entscheidenden Schnitt tun und es erstaunte mich wie einfach es mir von der Hand ging. Zwei tiefe Schnitte entlang den Pulsadern. Mir wurde komisch, als ich beobachtete wie das Blut anfing zu fließen. Ein wunderschöner Anblick in seiner Einzigartigkeit gefangen. Ich durfte jetzt nicht versagen. Das letzte, dass mir blieb war der Abschied von ihm. Von Jesus.

Ich hatte einen Traum letzte Nacht. Es war mein letzter.

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