Tagarchiv: Österreich

Trigger Tigger

Meine Lippen sind kaputt. Meine Stimme ist im Eimer. Mein Shirt sitzt nicht. Meine Katze ist unruhig und hungrig. Meine Hände fühlen noch immer, finden aber nichts. Es ist hier alles so leer ohne dich. Besonders wenn du gerade da warst. Mitten im Raum gestanden bist. Dich umgesehen hast, gelacht hast, dir konzentriertes ich versucht hast einzuprägen. Das Bett riecht nach dir, fühlt sich nach dir an, doch du warst noch nie weiter weg, als du es gerade bist. Irgendwo im nirgendwo. Meine Gedanken ruhen nicht, sie warten nicht und sie vergehen nicht. Ich kann noch so oft aus dem Glas trinken an dem noch dein Lippenstift klebt. Es holt dich alles nichts zurück. Kein Blick auf den Handy-Display. Du hast die Ewigkeit zwischen dir und mir mitgenommen. Jetzt ist ein schwarzes Loch im Raum das alles mit nichts ausfüllt. Ich mit ihm vereint. Ein Duo ohne Gleiches. I. L. D.

»Dein Handy hat geläutet.«

»Ja. Das hat das Ding so an sich.«

»Gehst du nicht ran?«

»Nein. Keine Lust.«

»Du magst dein Handy mal wieder nicht, oder?«

»Nope.«

(Blondie says: electronic-communication is dead.)

Gerade liege ich in meinem Bett und weiß, dass der Schlaf so weit von mir entfernt ist wie die Welt vom Frieden. Sehr weit also. Meine Gedanken sind im Augenblick nicht zu bändigen, die Wellen die mein Gefühlszustand geschlagen hat, wollen sich nicht glätten. Ich liege da, sehe an meine Decke und weiß, dass ich hier in meinem Bett liege wie es gerade in diesem Moment auch noch Millionen von anderen Menschen tun. Was auch immer sie tun. Was auch immer mit wem, wie… Never mind! Eines sagt mir das. I’ll never walk alone. Never. Ein paar von diesen Menschen die auch in ihren Betten liegen sind welche die ich kenne. Ob ich sie vermisse steht nicht zur Debatte. Ob ich Dinge bereue oder sie noch einmal von vorne probieren oder sie verändern wollen würde. Alles so egal. Ich lebe hier und jetzt. Ich liege hier und jetzt, atme meine Atemzüge, schreibe meine Wörter, meine Dinge, meine Gedanken und das vielleicht neu. Auf eine Art und Weise wie ich sie nie getan hätte, wenn die Karten anders gelegt worden wären, von der ehrenwerten Fortuna. Auf eine schöne Zukunft. Gute Nacht, Leute da draußen.

Glänzglatzenköpfe strampeln sich am Laufband die Zeit vom Körper, der in jeder Sekunde so ein bisschen mehr stirbt. Gestern das erste Mal Wiens normalen nächtlichen Wahnsinn mithilfe von Pixelgeräten versucht einzufangen, doch es scheint ein schweres Unterfangen zu sein. Schwer einzufangen wie ich die – meine – Welt sehe. Vielleicht stelle ich mal probeweise Bilder auf den Blog, aber versprochen wird hier nichts, denn wir sind hier nicht in der Mädchenschule.

Die Stadt breeeeennnnnnnnnnnntt!!! AAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHH!!

Vor einem halben Jahr. Vor einem halben Jahr…

Ein Satz der meine Zwiegespaltenheit wiederspiegelt. Vor einem halben Jahr als die Stadt Blondie einfach als ein Werk als solches akzeptiert wurde ohne wirklich erkennbare Ausmaße und nicht wirklich konkret, doch jetzt kann ich in den tiefen Wassern meiner Seele hohe Wellen schlagen, denn jetzt ist diese Stadt kein Trugbild mehr oder eine Fata Morgana sondern sie hat sich mit einer unvorstellbaren Höchstleistung zu dem entwickelt was sie jetzt, heute, ist; Ich, Blondie. Zwar nicht perfekt, aber dadurch nur noch … liebenswerter?

MIND THE GAP!

Sie heißt Kobe. Eine ewige Kopiererin.

(Kobe = Kopiererin… !? Kobierer?)

Leise schleicht sie sich heran in deine Nähe und dann – zack – ist sie da und sieht es sich an. Begutachtet es, bewertet es, analysiert, zerlegt, fotografiert es sogar um es sich ja einzuverleiben. Dann – peng – beim nächsten Mal hat sie es kopiert und es scheint ihres zu sein. Ganz ihres und du fragst dich „Was? Wo meins?“. Wo ist es hin das **deins** wenn sie mit ihrem **mein** kommt? Paranormal, denkst du. Oder einfach merkwürdig, denkst du doch du vergisst es. Hältst es für Flausen im Kopf

Doch die Kopiererin kopiert und kopiert und irgendwann ist sie dann selbst in Luft aufgelöst vor lauter Kopien.

Komm rüber zu mir, wenn du weißt was ich will. Komm und frag nicht. Komm und sag nichts. Komm und geh einfach. Einfach hin. Wie ein Bahnticket. Hin und zurück. Dann stehst du dort wo du anfangs warst. Dann stehen wir wo nie jemand zuvor gestanden ist. Am Abgrund. Wie immer.

*

Weißt du was ich will? Dich. Weißt du was neben mir fehlt? Du. W-w-w-w… weißt du, dass ich und du wir ist? Weißt du dass ich gerade eben denke, dass ich an dich denke ohne irgendetwas zu wollen. Außer dich. Außer mich. Ein uns. Ein einfaches uns. Lass uns fliegen. Weg solange uns der Horizont trägt. Solange bis wir fallen. Um dann gefangen zu werden. Aufgefangen von einem Zauber ohne Gleichen. Was weiß ich schon. (Ich mit meinem negativen Humor. Nicht existenzielles Nichtlachvermögen.)

Mein Lebensretter!

Wie man an meinen letzten Einträgen leider Gottes erkennen kann - ächz, stöhn, heul, schnief, prust – gings mir mal wieder so richtig scheiße um es beim Namen zu nennen. Keine Umschreibungen und Spielereien. Hier kommt die nackte Wahrheit auf den Tisch oder auf (in) den Blog. Hingeknallt und her damit!

Aus diesem – wahrscheinlich meinem 5 875 471. – Tief rettete mich Börni – Betonung auf ööööhh.

(Kurz noch eine Backgroundinformation; seitdem ich ein Buch von J. Gray gelesen habe – er befasst sich mit Selbsthilfe- und Pädagogikbüchern die es auf die Bestsellerlisten geschafft haben – weiß ich, und diagnostiziere ich an mir selbst, dass die Launen und Stimmungen von Frauen wie Wellen sind. Mal geht es nach unten und dann wieder nach oben.

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